home profil projekte links kontakt
kulturbüro

Theater von Philine Velhagen und Barbara te Kock

www.velhagen-tekock.de

Das Regieteam Philine Velhagen und Barbara te Kock arbeitet seit 2003 zusammen. Seitdem haben sie mehrere abendfüllende Produktionen erarbeitet, die u.a. in München, Köln und Basel gezeigt wurden. Gemeinsam haben sie sich für sich die Projektarbeit entdeckt, die für sie eine adäquate Form für die Auseinandersetzung mit der Gegenwart darstellt.

HAPPY ENDING

Happy Ending: Johanna ist Schauspielerin, und sie kann sich plötzlich keinen Text mehr merken. Aber nicht nur auf der Bühne, sondern auch im wirklichen Leben scheint sie die Fähigkeit verloren zu haben, die passenden Worte zu finden. Vertrautes wird fremd, und Freunde werden zu Feinden. Johanna hat einen Gehirntumor, stellt eine ärztin fest, und ihr Tod wird kein leichter sein.

Johanna denkt nach und entscheidet sich, die Regie für ihr Ableben einer Organisation für Sterbehilfe zu überlassen. Kurz und schmerzlos, so ist es geplant. Ihre Angehörigen, die auch dabei sein sollen, sind jedoch nicht bereit, dem Tod so nah ins Gesicht zu blicken und versuchen diesen mit allen erhältlichen Mitteln zu verdrängen. Die simple Tatsache, dass alle Menschen sterblich sind, ist noch nicht bis zu ihnen vorgedrungen...

Ein groteskes Szenario, in dem das Für und Wider der Sterbehilfedebatte mit all seinen seltsamen Blüten, von der Sterbemaschine bis zur Rentner-Kaffeefahrt nach Zürich, mitunter bitterböse abgehandelt wird.

Konzept/Regie: Philine Velhagen, Barbara te Kock

Text: Barbara te Kock

Mit: Anastasia Papadopolou, Susanne Schröder, Andreas Herzog und Martin Müller

Bühne: Norbert Truxa
Kostüm: Cornelia Brey
Licht: Matthias Conrad
Regieassistenz: Petra Stamol
PR: Kulturbüro, I-camp

Premiere: 24. Januar 2009, München

Eine Produktion von velhagen/tekock, gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und dem Kulturamt Köln.

Die Idee zu diesem Projekt wurde angeregt durch aktuelle Berichterstattung über die Schweizer Sterbeorganisation "dignitas" und über einen obskuren Selbsttötungsapparat von Roger Kusch, dem ehemaligen Hamburger Justizsenator. Es beleuchtet die Verdrängung des Todes in unserer Gesellschaft und stellt die Frage, wie weit Selbstbestimmung gehen darf.

Zu erwarten ist wieder ein typischer Theaterabend von Velhagen/teKock:
"faszinierend präziser Blick auf die Gesellschaft". (Kölner Stadt Anzeiger, 2007)
"wunderbar selbstironisch, saukomisch, tief menschlich" (SZ, Okt. 2006)
"ein fulminanter Theater-Shake voller erhellender Fragen" (SZ Juni 2006)
"Geniale Farce" (Standard, Wien 2006)
"Ein Spiel mit Brüchen, aber herrlich frisch, mit irrem Witz und dem Anstoß zu neuen theatralen Formen". (Kölner Rundschau 2005)

Termine: Premiere in München: Samstag, den 24.1.2009. i-camp Theater,
Entenbachstrasse 37, 81541 München
Weitere Vorstellungen: 25.1., 27. bis 31.1.09, Karten: 089-650000

Premiere in Köln: 12.2.2009, artheater Köln
Ehrenfeldgürtel 127, 50825 Köln
Weitere Aufführungen: 13.-15. Februar 2009
www.artheater.de

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

GEBT ZU, STIMMEN ZU HÖREN!


velhagen/te kock: "GEBT ZU, STIMMEN ZU HÖREN!"
27.-30. März 2008, jeweils um 20.30 Uhr, i-camp Theater, München

Was ist aus der Globalisierung geworden? Haben wir uns an sie gewöhnt, haben wir sie vergessen, verdrängt, oder sind wir selbstverständlicher Teil einer globalisierten Welt geworden? Aber welcher Teil? Hat sich die Globalisierung längst in unseren Köpfen eingenistet? Spricht sie zu uns? Was sagt sie? Hörst Du etwas? Medienflut, Arbeit, Welthandel und Terrorismus. Interessiert mich das? Kann ich anders als interessiert sein? Was passiert mit all dem Wissen, das durch meinen Körper strömt? Lagert sich das irgendwo ab? Wo steckt die Globalisierung denn nun in mir? Mag ich mein schlechtes Gewissen? Fühle ich mich verantwortlich für die Arbeitssklavin aus Bangladesch, diejenige, die meine Jeans genäht hat, in der ich durch die Fußgängerzone gehe? Explodiert währenddessen in meinem linken Fuß eine Autobombe in Kabul?

"Gebt zu Stimmen zu hören" fragt danach, was vom Globalen in uns steckt und was es in uns tut. Fragt, was passiert, wenn Fernempathie für arabische Probleme und den Koran auf deutsche Gründlichkeit treffen. Fragt, was los ist, wenn die Distanz zur Ferne verloren geht. Fragt, wer im Kleiderschrank heimlich die Jeans zusammennäht. "Gebt zu Stimmen zu hören" fragt und lässt passieren. Lässt Produktionswege mit Lebensplänen zusammenprallen. Lässt die neue Moral eine Rede halten. Lässt innere und äußere Stimmen sprechen.

Konzept/Regie: Philine Velhagen, Barbara te Kock
Texte: Barbara te Kock
Mit: Angelika Krautzberger, Mirco Monshausen, Anastasia Papadopoulou, Maren Schlüter, Jochen Strodthoff
Bühne und Kostüm: Dorothee Curio
Licht: Matthias Conrad
PR: Kulturbüro Simone Schulte

Eine Produktion von velhagen/te kock

Das aktuelle Projekt von velhagen/te kock versucht dem Phänomen Globalisierung mit den Mitteln des Theaters habhaft zu werden. Gleichzeitigkeit, Schnelligkeit und Ortlosigkeit der Schicksale wird der konkrete Einheitsort der Bühne entgegengesetzt.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München und des Fonds Darstellender Künste e.V.


Verschwörung Kubelka, Kaserne Basel



Aktuelle Produktionen

  „Mardi Gras – Made in China“ (Oktober 2006, Rabenhoftheater Wien, Ensemble Theater Wien, Schauspielhaus Wien) Text. Barabra te Kock, „Eine geniale Farce über die Produktionsbedingungen in China“, nach der Vorlage eines Dokumentarfilms

  „ernte dich selbst-freiheit 06“, (Oktober 2006, Ampere Muffatwerk) vom Umgang mit der globalisierten Arbeitswelt

  „Daheim. Allein.“ Theater im öffentlichen Raum (Juni 2006 in einer Münchner Privatwohnung, Juli 2007 Drama Köln und Kaltstart Festival Hamburg, Ladenlokale)

  „Verschwörung Kubelka“ (September 2005, Kaserne, Theatertage Basel und Pathos transport theater München) Das Stück verhandelt das Prinzip Wirklichkeit auf der Bühne.

  „Anastasia Papodopoulou und Lisa Wagner reden über Liebe, Theater, Kreutzworträtsel und Sex“ (Juni 2005. Pathos Transport Theater) In Szene gesetzte Textfragmente

  „Judith und Euro in der Stadt“ (Dezember 2004, Pathos Transport Theater) ist ein Abend über den Umgang mit Geld.

  „Wie ich mich in einen Apfel zurückzog“ (März 2004) beschäftigt sich mit verschiedenen Formen von Überforderung, der der Mensch in unserer Gegenwart ausgesetzt ist. Gastspiel beim Kölner „Ferienlager 05“ auf dem Dach des Crowne Plaza Hotels.

  „Warum man im Kino weint und im Theater nicht“ (November 2003) beschäftigte sich mit Wirkungsweisen der beiden Medien und diskutiert die Aktualität von Theater. Gastspiel beim Spielart Theater Festival München, 25. November 2005


© 2006 kulturbüro simone schulte